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Aktuelles und Chronologie (Juli 2004)

erstellt von manoman zuletzt verändert: 29.06.2011 08:58
Laufende Berichterstattung

Bs ,den 31.07.2004

Hallo Leute,

das Zitat:

"Wessen Bier ich trinke, dessen Lied ich sing"

darf niemals für Betriebsräte gelten!

Vermutlich haben einzelne Mitglieder der IGM -Fraktion im Betriebsrat sämtliche "moralische Hemmschwellen" abgelegt, denn anders kann ihr Verhalten am zweiten Tage der IAA Vorpressekonferenz nicht erklärt werden!

Da zu dieser Veranstaltung nur ein auserwählter Personenkreis eingeladen wurde, (warum wurde eigentlich nicht allen Angestellten und Arbeiter ausserhalb der offizellen Veranstaltungszeit die Gelegenheit geboten, sich einmal die Werte anzusehen die sie hier am Standort schaffen ??) stellt sich die Frage, warum bestimmte ausgewählte Betriebsratsmitglieder für sich diese Vorzugsbehandlung in Anspruch nahmen? Gilt nicht auch für Betriebsäte das Verbot der Vorteilsnahme im Amt?

Das MitArbeiterNetzwerk der Beschäftigten des Werkes Salzgitter wünscht allen Leserinnen und Lesern ein schönes Wochenende!

Mal sehen was die kommende Woche uns an "Überraschungen" bringen wird.

Salzgitter ,den 28.07.2004

Hallo liebe Freunde,

heute haben wir für Euch einige Zahlen zum Nachdenken :

In der Geschäftseinheit " H" -schwere LKW - am Werksstandort Salzgitter wurde in dem Zeitraum vom 31.12.2003 bis zum 30.05.2004 der Personalstand um ca. 70 Mitarbeiter verringert. In dieser Zahl sind auch Zeitverträge enthalten , welche nicht verlängert wurden. Zum 1.08.2004 werden bekanntlich 35 Kollegen aus der Transfergesellschaft im LKW-Bereich wiedereingestellt.

Es sollen sich nach Angabe der AUTOVSION zur Zeit noch 11 Kolleginnen und Kollegen in der AUTOVISION befinden welche aus diversen Gründen nicht vermittelt werden konnten. Wie diese Zahl zustande kommt, ist von unserer Seite leider nicht nachvollziehbar.

Wir vom MitArbeiterNetzwerk fordern die sofortige Wiedereinstellung a l l e r Kolleginnen und Kollegen, die im Moment noch in der AUTOVSION sind.

In der NEOMAN Bus GmbH am Werksstandort Salzgitter, wurde in dem Zeitraum vom 1.03.2003 bis zum 25.06.2004, der Personalstand ingesamt um 566 Mitarbeiter verringert. Zeitgleich wurden im Busbau, immer Überstunden von nicht geringem Umfang verfahren!!! In den letzten Wochen ist eine erhebliche Steigerung der Überstunden im Busbau festzustellen. Es wurden sogar an drei Samstagen --zweischichtig-- Sonderschichten verfahren.

Die Mehrheitsfraktion hielt es auch heute nicht für nötig, die Busbelegschaft über die aktuelle geplante Betriebsvereinbarung: Arbeitszeiten an den schwarzen Bretter zu informieren. So sieht die Informationspolitik, dieser IGM -Fraktion im Betriebsrat leider schon seit einigen Jahren aus!

Wir fragen uns ernsthaft, ob diese sogenannten Interessenverter es so auf den IGM - Betriebsratschulungen "gelernt" bekommen !!

Heute und auch morgen findet die Pressevorkonferenz für die IAA 2004 im Werk Salzgitter statt.

Einen schönen Abend noch vom
MitarbeiterNetzwerk

Bs,den 27.07.2004

Hallo Freunde,

wie uns von verschiedenen Mitarbeitern der NEOMAN berichtet wurde, plant die GSL angeblich eine neue Betriebsvereinbarung:
Arbeitszeiten im Busbau Salzgitter,zum 1.09.2004.

Dem Betriebsrat soll sogar schon ein Entwurf dieser geplanten BV vorliegen.

Es soll sich um verschiedene Arbeitszeitmodelle handeln und es könnte dann,nach diesen Planungen der Geschäftsleitung , ab 1.09.2004 in der Woche an 5 Arbeitstagen bis zu jeweils maxi:9 Stunden gearbeitet werden .

Die Bandbreite der geplanten Arbeitszeitmodelle soll sich zwischen min: 28 Stunden und maxi: 45 Stunden in der Woche bewegen.

Es soll nach diesen Vorstellungen der NEOMAN dann je nach Bedar an 4 oder 5 Tagen in der Woche gearbeitet werden.Die Zuschläge gemäß MantelIarifvertrag sollen, so die uns vorliegenden Informationen, nach dem Willen der NEOMAN auch nicht gezahlt werden.

Sobald wir weitere Nachrichten haben, gibt es sie selbstverständlich hier auf dieser Seite für Euch .

Warten wir einmal ab, wie sich nun der IGM Betriebsbetreuer Horst Ludewig aus Salzgiiter und der Betriebsrat verhalten werden !

Hoffentlich werden nun endlich mal die Interessen der Beschäftigten vertreten ,durch diesen Betriebsrat!

Aus Kreisen der Mehrheitsfraktion des Betriebsrates war zu diesem Thema heute nichts zu erfahren.

Es soll aber bereits ein Infoblatt an den Schwarzen Brettern von zwei Betriebsräten, zu diesem Thema geben.

Einen schönen Abend

wünscht euch
***

Salzgitter,den 23.07.2004

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freundinnen und Freunde,

Es ist zu begrüßen das Jürgen zum dritten Male vor den Arbeitsgericht Braunschweig ein (Teil) "Erfolg" zu verbuchen hatte!

Aber leider wird das LAG in Hannover darüber entscheiden, wie die endgültigen Urteile (vorerst?) in sachen betriebsbedingte Kündigungen bei NEOMAN aussehen werden.

Nun hier vorzeitig und sehr schnell vom "Vertrauen in die deutsche Justiz" zu sprechen, bezweifele ich!

Wie diese "deutsche Justiz urteilen kann, haben wir erst gestern gesehen, was da für Urteile "im Namen des Volkes" gesprochen wurden und auch weiterhin gesprochen werden. Der interessierte Leserkreis möge sich nur den Verlauf des "Mannesmannprozeß" und anderer zurückliegenden politischen (Schau) Prozeße in diesem "Recht(s)" Staat anschauen!

Meiner Meinung nach waren die Mängel und Fehler bei der Vorgehensweise der betriebsbedingten Kündigungen der Meoman-Personalabteilung, so groß, da blieb dieser "deutschen Justiz" bei dem Arbeitgericht Braunschweig überhaupt nichts anderes übrig als im Sinne der klagenden Kollgeinnen und Kollegen zu "urteilen"!

Welches ergebnis bei diesem "sogenannten Vertrauen in die deutsche Justiz" sehr oft heraus kommt, kann man kurz und bündig wie folgt zusammenfassen:

Die Großen läßt man laufen und die Kleinen werden gehängt!

Einige rühmliche Ausnahmen von dieser Regel finden wir u.a. zurückliegend beim Arbeitsgericht Braunschweig.

Soviel vom mir zum thema: Vertrauen in die deutsche Jusiz!

Ein schönes Wochenende
wünscht Euch ***

BS 22.07.2004

Hallo Freunde,

gestern hatte Jürgen seinen Kammertermin und die 3. Kammer hat auch die 3. Kündigung für ungültig erklärt. In der Salzgitter Zeitung ist ein Artikel heute erschienen. Titel: Busbauer Keil gewinnt zum dritten Mal - Arbeitsgericht für Weiterbeschäftigung bei Neoman
Ich freue mich für Jürgen und Audrey für das Ergebnis, den Mut und das Vertrauen in die deutsche Justiz.

Gestern hat Wolfram mit einem möglichen Marx-Zitat die Gefahr einer wachsenden Gewalt gesehen, schon steht heute in der Salzgitter Zeitung ein entsprechender Artikel mit der Überschrift Weniger Geld für Arbeitslose: Polizei fürchtet Übergriffe. Kein Wunder, wenn über 50% durch das Raster fallen. Das ist sozialer Zündstoff, da braucht nur einer zu kommen und diesen Wählern eine Perspektive aufzeigen. Die folgen dann wie die Lemminge - hatten wir doch schon einmal. Es war ein Österreicher, der in Braunschweig die deutsche Staatbürgerschaft bekommen hat. Diese Zeiten und Zustände müssen verhindert werden.

Wie schnell MAN nach Hartz IV auf Arbeitslosengeld II kommt bzw. nichts mehr bekommt, ist allen von den Kündigung betroffenen NEOMAN-KollegInnen deutlich gezeigt worden.

Euer
Harry Klein

BS 21.07.04

Hallo Freunde

Die angekündigten Informationen vom 16.07.2004 sind abrufbar.

Zusätzlich hat Otto Buehssing den nachfolgenden Artikel vom 17.07.2004 gefunden – leider stellt die Frankfurter Rundschau diesen nur 14-Tage im Netz bereit. Deshalb für euch zum direkten Nachlesen, eine Aufnahme in unseren Pressespiegel ist dadurch nicht direkt möglich.

Kommentar von Christine Skowronowski

Sozialer (Un-)Frieden

Die jüngsten Äußerungen von MAN Chef Rudolf Rupprecht verdienen höchste Aufmerksamkeit: „Wenn sich jetzt die 40-Stunden-Woche langsam wieder durchsetzt, wollen wir lieber vorn dabei sein als hinterher zu laufen.“ Damit hat er die aktuelle Debatte weiter angeheizt und deutlich gesagt, was zahlreiche Arbeitgeber hier zu Lande anstreben. Die 40-Stunden-Woche ohne vollen Lohnausgleich hat sich zwar noch nicht durchgesetzt, aber viele Unternehmen arbeiten entschlossen darauf hin.

Dem Vorreiter Siemens folgen nun alle möglichen Firmen und versuchen, die Gunst der Stunde zu nutzen, um die Löhne zu drücken. DaimlerChrysler hat dabei allerdings das größte Fass aufgemacht. Auf den Betriebsräten des Autobauers lastet in den nächsten Wochen ein riesiger Druck. Denn bei dem Unternehmen geht es nicht alleine darum, die Erpressungsversuche des Vorstands abzuwehren, 6000 Stellen zu retten und die Lohneinbußen für die Belegschaft zu begrenzen. Schaffen die Arbeitnehmervertreter dies nicht und fällt „der Daimler“, würde dies einen Dammbruch mit Folgen weit über die Branche hinaus bedeuten.

Reihenweise dürften dann Unternehmen dem Beispiel der Stuttgarter folgen und ihre Belegschaft auf ähnliche Weise unter Druck setzen. Und bei den anstehenden Tarifverhandlungen bei VW hätte der dortige Betriebsrat einen noch schwereren Stand.

Wird eine solche Kettenreaktion ausgelöst, dürfen sich die Beschäftigten hier zu Lande mit Recht fragen, was von Arbeitgebern und Gewerkschaften unterzeichnete Verträge noch wert sind, wenn sie wenig später durchlöchert werden.

Unternehmen wie MAN und DaimlerChrysler setzen damit nicht nur ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel, sondern auch einen wichtigen Standortvorteil, um den manch andere Länder die Bundesrepublik bislang beneidet haben. Und der heißt sozialer Frieden.

Soweit der Artikel aus der Frankfurter Rundschau . Ja, diesen sozialen Frieden sehe ich auch bedroht und wir müssen gegen dieses Ungleichgewicht aufstehen, damit die Waage wieder ins Gleichgewicht kommt. Denn, ohne Kohle wird das Proletariat, rabiat oder „Wir sind das Volk“.

Wolfram P.

BS 21.07.04

Hallo Freunde,

der unten erwähnte Artikel in der Salzgitter Zeitung zum direkten Nachlesen. Damit ihr euch ein Bild machen könnt, zwischen Öffentlichkeitsarbeit und der gelebten Praxis. Die Nichtgekündigten sollen die Produktionslücken durch die Kündigungen ausgleichen. Weniger Personal soll mehr produzieren und sich dabei die Gesundheit ruinieren. Dies reduziert später zusätzlich die Betriebsrentekosten. Es klemmt überall, weil zu viele unnötigerweise gekündigt worden sind.

Salzgitter Zeitung vom 17.07.2004

40 Stunden Woche bei MAN wohl nicht geplant

Salzgitter. Die 40-Stundenwoche forderte der MAN- Vorstandchefs Rudolf Rupprecht, in einem Interview. Für Salzgitter scheint das aber keine Auswirkungen zu haben.

„Das hat mit dem hiesigen Nutzfahrzeugbau nichts zu tun“, erklärt Horst Ludewig, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter.

Auch der Betriebsrat gibt Entwarnung. „Es gab weder Anfragen noch Gespräche“, sagt MAN-Betriebsratsmitglied Hilmar Pawel. Eine 40-Stunden Woche käme aber auch nicht in Frage. „Das wäre kontraproduktiv zu unseren bisherigen Anstrengungen, Arbeitsplätze zu sichern, auch mit Arbeitszeitverkürzungen.“

Von MAN war keine Stellungnahme zu erhalten.

Soweit der Artikel in der Salzgitter Zeitung , der den Lesern nur Sand in die Augen streuen soll, denn wir erleben im Werk die Realität. Die abgeschlossenen Vereinbarungen sprechen für sich und die vereinbarten Effekte treffen uns nach der Ferienzeit.

Wolfram P.

Salzgitter,den 20. Juli 2004

Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute findet um 13 Uhr eine Infoveranstaltung für 35 Kollegen aus der Transfergesellschaft, in der Personalabteilung statt. Bekanntlich werden zum 1.08.2004 26 Kollegen in der LKW- Produktion und 9 Kollegen in dem Bereich Logistik LKW eingestellt. Im Moment wird für vier Wochen im Einschichtbetrieb im LKW -Bau gearbeitet wegen der Urlaubszeit. Danach geht es "ab in die Vollen"!

Am Freitag war ein sehr interesanter kleiner Artikel in der Salzgitter Zeitung zum Thema: 40 Stunden Woche zu lesen.

Die Aussagen des Berufsfunktionäres Horst Ludewig und dem "Sprecher des Betreibsrates" H. Pawel, sind schon sehr gewagt und grenzen schon an "Verarschung" der Leserschaft, gleichzeitig verhöhnen sie die gesamte Belegschaft des Werkes Salzgitter. Der Artikel kann bei Otto Buehssing angefordert werden.

Ebenso sind dort die letzte Kurzinfo des Betriebsrates sowie andere Infos per E- Mail zu bekommen.

Gruß von
mir***

Bs,den 16.07.2004

Hallo Freunde,

wie bereits am Vortag bei den Vertrauensleuten angekündigt, wurde die Ergänzungsvereinbarung: LKW-Bau vom Betriebsrat genehmigt.

Anschließend glaubte sich dieser Betriebsrat gegenüber der Belegschaft rechtfertigen zu müssen. Siehe dazu das BR Info vom 15 Juli.2004 .

Heute gab es das Info des Betriebsmitgliedes von der Liste 2 dazu.

Der Beginn der verlängerten Arbeitszeiten ist der 23.08.2004.

Das angekündigte gestrige Treffen fiel leider kurzfristig aus.

Wir sind dabei, die einzelnen Infos ins Netz zustellen.

Der Kampf bei Daimler Chrysler wird an dieser Stelle von uns unterstützt! Dort unten im Süden wird sich noch geschlossen gewehrt, gegen die Willkürmassnahmen des Kapitales.

Vorschalg vom MitArbeiterNetzwerk an die IGM -Fraktion im Betriebsrat und dem Betriebsbetreuer Horst Ludewig:
Schaut euch diesen Kampf von diesen Verwaltungsstellen der IGM im Süden sowie von den Betriebsräten sehr gut an. Dort könnt ihr noch lernen, wie gekämpft wird!

Ihr habt das Kämpfen leider verlernt!

Gruß von mir ***

Salzgitter,den 14 Juli 2004

Hallo liebe Leser,

heute wurden die Vertrauensleute der IGM darüber informiert, was der Betriebsrat

m o r g e n

verabschieden wird!

Die nachfolgenden Informationen bekamen wir heute von verschiedenen V-Leuten.

So soll demnach die Ergänzungsvereinbarung zur bestehenden Betriebsvereinbarung "Arbeitszeit und Arbeitskonto" im LKW-Bau aussehen:

Die betriebliche Nutzungszeit kann ab 1.08.2004 bis 31.03.2005 von 29h bis 45h in der Woche sein.

Anmerkung:

Es ist damit zurechnen ,das ab dem 23.08.2004 der 9 Stundenarbeitstag in der LKW-Produktion --zweischichtig-- beginnt.

Es ist dann eine Betriebsnutzungszeit von 45 Stunden vorhanden.

Die individuelle Arbeitszeit soll max.40 Stunden in der Woche nicht überschreiten. Es sollen je nach Auftragslage verschiedene "rollierende" Arbeitszeitmodelle zum Einsatz kommen.

Mehrarbeitzuschläge gibt es nicht!

Bezahlt werden aber die Zuschläge für Nachtarbeit. Alle Anwesenheitsstunden über 35 Stunden pro Woche, gehen auf das Arbeitszeitkonto. Feste individuelle Freischichten werden monatlich festgelegt.

Hinweis:

Sobald uns vom MitArbeiterNetzwerk die genauen Arbeitszeitmodelle vorliegen, werden wir sie hier veröffentlichen. Soweit die Vorabinfos zur künftigen Arbeitszeit im LKW-Bau.

Veranstaltungshinweis:

An die Kolleginnen und Kollegen aus dem Welger-Werk Wolfenbüttel:

Morgen findet eine gemeinsame Informationsveranstaltung für die Beschäftigten von MAN / NEOMAN Werk Salzgitter, den Menschen aus der Transfergesellschaft und den Beschäftigten des WELGER -Werk Wolfenbüttel statt!

Ort: Sportheim Wolfenbüttel-Wendessen

Uhrzeit: 18:30 Uhr

Ein Rechtsanwalt ist auch dabei.

Wir hoffen auf rege Beteiligung.

Kontaktanschrift für weitere Infos:

otto_buehssing@web.de

Gruß
von mir***

BS 14.07.04

Hallo Freunde,

am Montag morgen haben einige beherzte MANler bei Welger das Nürnberger Infoblatt verteilt, um die KollegInnen zu informieren, die dort vom Arbeitsplatzverlust (bis zu 160 = 1/3) betroffen sind. In der Öffentlichkeit und der Presse ist es sehr still geworden. Es gibt keine neue Informationen.

Ich hoffe, der dortige Betriebsrat nimmt die Aufgabe der Interessensvertretung besser war, als unsere IGM-Mehrheit. Für einen aussichtsreichen Kampf zum Erhalt von Arbeitsplätzen ist der Rückhalt in der Belegschaft, ein weiser und konfliktbereiter Betriebsrat und die Unterstützung der Verwaltungsstelle erforderlich. Ich denke, die IGM Braunschweig und die Bevollmächtigten werden sich für die Welger-KollegInnen einsetzten. SZ-Verwaltungsstellen-Zustände sind nicht überall.

Wolfram P.

Salzgitter,den 12.07.2004

Hallo liebe Freundinnen und Freunde,

da auch ich mehrmals bei den zurückliegenden Arbeitsgerichtsverfahren war, sehe mich veranlasst, hier einen Kommentar zu den Rechtsvertretern des DGB abzugeben:

Die Rechtsanwälte des DGB, die ich vor dem Arbeitsgericht BS erlebt hatte, haben die Kolleginnen und Kollegen genau so gut vertreten wie die "freien" Rechtsanwälte!
Nicht besser, aber auch nicht schlechter!

Auch ist hier noch einmal klar und deutlich festzustellen, dass nicht "der" Betriebsrat oder "die" IGM verantwortlich sind für die zurückliegenden Massenentlassungen!

Für den Personalabbau in diesem Betrieb, war und bleibt immer noch das Unternehmen verantwortlich und sonst keiner!

Welche Position, "der" Betriebsrat oder "die" Verwaltungsstelle der IGM Salzgitter einnahmen, darüber kann und muß man streiten!

Letztendlich wird die Belegschaft des Werkes Salzgitter im Jahr 2006 bei den nächsten Betriebsratswahlen (LKW und BUS getrennt), ihr Urteil über die Politik der Mehrheit dieses Betriebsrates, der IGM Salzgitter und ihres "Betriebsbetreuers", Horst Ludewig, abgeben !

Die Mehrheit dieses Betriebsrates hat nur noch eins von der Belegschaft verdient: Sie wird abgewählt werden,

denn Wahltag ist Zahltag!

Noch einen schönen Feierabend
von mir***

BS 12.07.2004

Hallo Freunde,

der Bericht zum Beschlussverfahren 3 BV 55/03 ist verfügbar.

Als einige auf das Ergebnis der 3. Kammer gewartet haben, konnten wir im 8. Termin dieser Kammer „unsere“ Rechtsvertreterin vom DGB erleben. Wir mussten zu unserer völligen Überraschung feststellen, dass die Frau in der Lage ist, mehr als nur ein paar Halbsätze im Terminverlauf vorzutragen. Sie hat wiederholt mehrere zusammenhängende Sätze, die zueinander im Zusammenhang standen und sich zielgerichtet aneinander reihten, ausgesprochen. Dabei hat sie Urteile vom BAG herangezogen und aus diesen Passagenweise zitiert. So haben wir sie in unseren Terminen nicht erlebt und waren ganz perplex.
Es stellt sich im nachhinein die Frage, ob die offensichtlich vorhandenen Fähigkeiten durch die abhängige Beauftragung eingebremst worden sind? Wir haben uns gegen die Entscheidung des Betriebsrates und des Betriebsbetreuers gestellt, liegt hierin möglicherweise eine Ursache für eine nicht erklärbare Sprachblockade?

Euer
Harry Klein

BS, 07.07.2004

Hallo Freunde,

der Gerichtstermin von unserem "Bayern" findet heute um 11:45 statt. Aktenzeichen 3 BV 55/03 - also 3. Kammer - Sitzungsaal im Aushang. Die Tafel kennen wir zu genüge. Ich denke, er würde sich über Unterstützung freuen - denkt zurück wer bei euch mitgeschrieben hat.

Nachtrag 16:35 - Information von Terminbegleiter:
Die 3. Kammer hat folgenden Beschluss nach Beratung am Sitzungsende verkündet: "Der Widerspruch des Betriebsrates wird ersetzt." Denke der Gerichtsschreiber wird seinen Bericht im NCI bald veröffentlichen. Link folgt - sobald dieser bekannt ist.

Wolfgang kämpfe weiter - denke an die Fußballweisheit: Nach dem Spiel - ist vor dem Spiel.

Euer
Harry Klein

BS, 06. Juli 2004

Hier ist der Redebeitrag des einen Betriebsratsmitgliedes von der Liste 2 und der der Geschäftsleitung .

Bs,den 6.07.2004

Hallo Freunde,

an allen "Ecken und Enden" im gesamten Werk wird alles auf Hochglanz gebracht.Bekanntlich findet gegen Ende dieses Monates die Internationale Pressekonferenz zur IAA Hanover hier im Werk statt. Die Umbaumassnahmen im LKW-Bau werden zügig umgesetzt.

Uns wurde heute per Email der Situationsbericht /LKW übermiitelt. Dieser Bericht war von der Betriebsversammlung .

Der Freundeskreis des MitArbeiterNetzwerkes wird immer größer im gesamten Betrieb !

Schönen Dank für diesen Situationsbericht aus dem LKW-Bereich!

Der Bericht befindet sich auch schon im firmeneigenen Intranet.

Es sind nach uns vorliegenden Nachrichten aus dem Nachbarbetrieb ALSTOM / LHB, rund 130 ehemalige Kollegen aus dem MAN / Neoman Werk Salzgiiter zeitlich befristet beschäftigt.

Viele Kollegen sind aber leider vorerst nur in Trainigsmaßnahmen, dort beschäftigt.

Nachtrag:

Viele der Kollegen hatten es geschafft, unabhängig von der AUTOVISON, der IGM SZ oder GSL / Neoman nach ALSTOM hineinzukommen.

Die ersten befristeten Arbeitsverträge laufen diesen Monat aus.

Warten wir mal ab ,wieviele Kollegen eine Verlängerung des bestehenden Arbeitsvertrages bekommen.

Gruß
von mir ***

Sz ,den 5.07.2004

Hallo Freunde,

so könnten nach uns vorliegenden Informartionen nach der Sommerpause die Arbeitszeiten in der LKW -Produktion aussehen:

Frühschicht:
Anfang 6 Uhr
Ende : 15:30 Uhr
Spätschicht:
Anfang: 15:30 Uhr
Ende : 1 Uhr

Es sollen sieben Schichten verfahren werden und dann gibt es den "Rolltag" zum "Ausruhen "!

Bezahlt werden aber nur 35 Stunden in der Woche der Rest der erbrachten Arbeitszeit geht auf das Arbeitszeitkonto!!

Das Wochenende ist frei!

Es bleibt abzuwarten wie dieses System in der täglichen Praxis sich bewährt!

Ich würde sagen, damit haben wir uns endgültig von der 35 Stundenwoche verabschichtet, mit Zustimmung "unserer" starken Gewerkschaft, der IGM!

Siemens ist kein Einzelfall!

Schaut nur nach Salzgitter da kann M A N noch "dazulernen"!

Gruß von
mir ***

BS 05.07.2004

Hallo Freunde,

jetzt dürften alle KollegInnen bei der AutoVision ihr Bewerbungstraining hinter sich haben. 14 Tage sind schon lang, um einen Lebenslauf zu schreiben. Aber was kommt danach? Die AutoVision sucht/bietet sogenannte Qualifizierungs- und Praktikumsstellen. Dort sollt ihr mehrere Wochen richtig arbeiten für 80% Entlohnung und dies teils in Aufgaben die unter euerer Fähigkeit/Qualifikation sind. Womöglich bezahlt die Agentur für Arbeit sogar noch Zuschüsse zur Entlastung der AutoVision für diese Pseudo-Fördermaßnahme. Ziel ist ein begrenzter Arbeitsvertrag/Zeitvertrag z.B. bei Alstom. Wenn dies erreicht ist, habt ihr die AutoVision vollständig entlastet und den vorrübergehenden urlaubsbedingten Personalbedarf bei Alstom gedeckt. Zeitarbeiter sind preiswerter als Stammarbeiter – die KollegInnen von Alstom danken euch für das Unterbieter ihrer Entlohnung. Ihr erlebt jetzt schon die nahe Zukunft als Lückenfüller.

Als noch unbestätigte Information, hat der DGB die Zusatzvereinbarung - Meldung vom 20.06.2004 - erhalten. Fragt bei DGB nach dieser Erklärung.

Nach derzeitiger Informationslage soll das Beschlussverfahren 3 BV 55/03 vor dem Arbeitsgericht BS am Mittwoch 07.07.2004 11:45 stattfinden.
Es handelt sich um das bereits mehrfach angekündigte Zustimmungsersetzungsverfahren - Meldung 30.05.2004 - für unseren „Bayer“. Bin gespannt ob Siemens wieder eine Verlegung beantragt, weil das Arbeitsgericht München für den 31.08.2004 einen weiteren Anhörungstermin festgelegt hat. Ich hoffe, die uns bekannte Richterin Fr. Heidelk kommt der Rechtsaufklärungsverpflichtung der Kammer umfassend nach und klärt von Amtswegen den Sachverhalt tiefgreifend auf, dann haben wir Zuhörer auch was von diesem Fall. Der Gütetermin hat bereits tiefe Griffe in die Tickkiste durch den Arbeitgeber erkennen lassen. Bin gespannt, was Siemens sich alles einfallen läßt, um diese Zwangsversetzung zu rechtfertigen.
Also am Mittwoch noch mal hier nachschauen, ob der Termin steht.

Euer
Harry Klein

Bs, den 4.Juli 2004

Hallo Leute,

mir wurde heute mitgeteilt, dass der Redebeitrag des einen Betriebsratsmitgliedes von der Liste 2 uns umgehend zugeschickt werden soll.

Gleichzeitig wurde mir aber auch mitgeteilt, dass alle Namen von genannten Personen dort unkenntlich gemacht wurden!!

Vorabmeldung:

In der kommenden Zeit wird ein Treffen vorbereitet für alle Kolleginnen und Kollegen, die für grundlegende Veränderung in diesem Betriebsrat sind und bei den kommnenden Betriebsratswahlen im LKW-Bau aktiv mitmachen wollen!

Wer für Veränderungen ist, der muß auch selber etwas tun, so unser Motto!

Eine "schöne Arbeitswoche "

wünscht euch mit Gruß

von mir***

PS:

Lieber Kollege Hilmar,

die anderen "Schreiber" und auch ich können uns aus Sicherheitsgründen nicht mit unseren richtigen Namen nennen!

Diese Tatsache dürfte auch dir bestens bekannt sein.

Wie mir berichtet wurde, hattest du starke Kritik geübt, dass sich auf dieser Seite die Menschen nicht mit ihrem richtigen Namen zu erkennen geben.

Nur das zu deiner Bemerkung auf der letzten Betriebsversammlung.

Ich hoffe auf dein Verständnis!

Eine Frage zum Abschluß, an dich als Betriebsratsmitglied:

Wann endlich wird diese Seite, im Intranet wieder für alle Kolleginnen und Kollegen frei zugänglich gemacht und nicht nur für einen bestimmten Personenkreis, zu dem Du als Betriebsratsmitglied wohl auch bestimmt gehörst??

Salzgitter ,den 3 Juli 2004

Hallo !

Gestern war eine Betriebsversammlung.

Es wurde einmündig von der GSL und den Vertretern des BR verkündet, daß im LKW-Bau zur Beschäftigungssicherung und zur Bewältigung der Produktionserhöhung nach den Sommerferien die Betriebsnutzungszeit auf 45 Stunden in der Woche erhöht wird.

Es wird gleichzeitig das "Rolliersystem" eingeführt, dadurch arbeitet jeder Werker 7 mal 9 Stunden pro Arbeitstag - Zweischichtig - und bekommt als "Ausgleich" einen Arbeitstag frei! Samstag und Sonntag sind großzügigerweise noch arbeitsfrei!!!

Die Bezahlung ist nach Tarif, es werden somit nur 35 Stunden in der Woche bezahlt, die restlichen Arbeitsstunden gehen auf das Arbeitszeitkonto, so die gemeinsamen Aussagen der "Betriebspartner" für den LKW-Bau.

Die Ergebnisse der Kostenanalyse für die mechanische Achseinzelkleinteilfertigung liegen noch nicht vor.

Die genauen Zahlen über den möglichen Wegfall von Arbeitsplätzen in diesem Fertigungsbereich wurden auf Nachfrage eines Betriebsratsmitgliedes nicht von den verantwortlichen Personen genannt.

Für den BUS-Bau wurde berichtet, daß der Standort wider allen Berichten in den "bösen Medien" durch den zurückliegenden "alternativlosen Personalabbau" gesichert worden sei, so die gleichsinnigen Aussagen der Vertreter der Unternehmensseite sowie des Betriebsratsvorsitzenden.

Es sollen, so wird es angeplant, 35 Kolleginnen und Kollegen aus der Transfergesellschaft "zurückgeholt werden" und im LKW-Bau eingestellt werden, wenn die Produktionssteigerung angelaufen ist.

Die AUTOVISION hatte bisher, so die neusten Zahlen, eine Vermittlungshöhe von knapp 70% nach wiederum gemeinsamen Aussagen des Gewerkschaftsverteters Horst Ludewig und des Verterters der Geschäftsleitung!

Ein Betriebsratsmitglied ging in seinem Redebeitrag darauf ein. Mal sehen, ob wir den vollständigen Redebeitrag in schriftlicher Form bekommen können.

Das im gesamten Werk Salzgitter noch mehr "Flexibilität" erreicht soll, ist eine Hauptforderung von der Unternehmensseite. Es soll noch "kostengünstiger" gearbeitet werden, so die Ausagen und Vorstellungen dieser Vertreter des Unternehmens!

Dieses wurde uns nun schon zum wiederholten Male auf verschiedenen Betriebsversammlungen und in Form von Aushängen an den schwarze Brettern nmitgeteilt!

Der "Wettbewerb" verlangt dieses, so die einfachen Argumente dieser Personen.

Trotz dieser doch sehr "aufschlußreichen Informationen" für die nahe Zukunft für diesen gesamten Werksstandort wünsche ich euch ein

schönes Wochenende

von mir***

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