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NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

erstellt von Anonymous User zuletzt verändert: 15.12.2014 23:55
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NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 11.November 2008 18:23
Jetzt geht es uns nicht nur bei SEN, sondern auch NSN an den Kragen; aus der NCI-Homepage: Was geschah am 11.11.? Während die Kollegen noch ahnungslos für 8% mehr Kohle demonstrierten, ging in ihrem Postfach schon eine Email ein, dass sie in ein paar Monaten alle ihre Jobs los sein sollen! Ein super Timing. A propos: Am 11.11.2002 kamen auch die „blauen Briefe“ bei Siemens Com! Tatsächlich hat das NSN-Management nun die Katze endlich aus dem Sack gelassen, von der die NSN-Führung schon seit längerem wusste, das ging plötzlich Schlag auf Schlag: Montags eine Sitzung des Aufsichtsrats, Dienstag der Wirtschaftsausschuss, dann im Minutentakt die Information der Betriebsräte und dann der Belegschaft und schließlich noch die Presse, und zuguterletzt AllHandsMeetings... Von einem anständigen Timing der Informationsweitergabe kann da keine Rede sein. Wichtiger aber sind die Inhalte, die leider unsere schlimmsten Befürchtungen sogar übertrafen (auch wenn wir in diesem Fall gerne mal unrecht behalten hätten). Tatsächlich hatten wir "nur" mit 35% Personalabbau gerechnet, in Wahrheit sollen nun sage und schreibe 100% der Hofmannsträßler ihren Job verlieren! Aber im Detail: Begründet wird dieser neuerliche Personalabbau damit, dass NSN von 9000 abzubauenden Stellen erst 6000 abgebaut habe. Mag sein, das Dumme ist nur: Ausgerechnet in Deutschland haben wir unsere Zielvorgaben (2300 Stellen) längst erfüllt! Trotzdem sollen wir jetzt die Nicht-Erfüllung anderer Länder ausbaden, "Schlussphase der Personalanpassungen im Rahmen der Restrukturierung nach dem Zusammenschluss" von Nokia und Siemens Com wird das nun vornehm genannt. (in Wahrheit ist natürlich niemals "Schluss") Deshalb sei die "Einstellung der Aktivitäten am Standort Hofmannstraße" notwendig. Das betrifft 500 Mitarbeiter, die so bis 10/2009 ihren Job verlieren sollen. 10/2009? Sooo ein Zufall aber auch, gerade der Zeitpunkt, wenn die Nicht-Kündigungs-Zusage ausläuft! Auch wenn die genauen Konditionen der Trennung (beE, Aufhebungsverträge, ...) erst noch zu klären sind: Das deutet alles darauf hin, dass dann alle, die nicht freiwillig gehen, betriebsbedingt gekündigt werden und dann mal wieder vor Gericht ihr Glück mit einer Kündigungsschutzklage versuchen müssen. Schließlich haben sie einen Arbeitsvertrag mit NSN, nicht mit der Hofmannstraße. Und was heißt hier 500 Mitarbeiter: Die Hofmannstraße hat doch noch 1200? Ja, aber da soll nun vorher eine Vorselektierung, ein Cherry-Picking erfolgen: 400 weiter benötigte Kollegen sollen noch dieses Jahr nach Mch-M umziehen, und die ebenfalls noch benötigte IT (Tölzerstraße) soll als eigener Betrieb abgespalten werden, und was übrigbleibt in Mch-H (CC, IPT/BBA, Support- und Zentralfunktionen, ...) wird dann eben mal schnell plattgemacht. Betriebsschließung, die Jobs sind weg. Die Produkte, die hier bisher betreut wurden, werden dann angeblich nicht mehr gebraucht. Durch so ein Vorgehen wären ab 10/2009 Kündigungen ohne Sozialauswahl möglich, es ist daher wichtig, dass der Betriebsrat alle Rechtsmittel einlegt um die Vorbereitungen dazu zu unterbinden: Hier geht es ganz offensichtlich um die Umgehung der gesetzlich für betriebsbedingte Kündigungen vorgeschriebenen Sozialauswahl! Hier sollen 500 gezielt unter derzeit noch 1200 Hofmannstraßen-Mitarbeitern ausgesuchte Kollegen ohne Sozialauswahl abgebaut werden. Was Sie auch wissen sollten: Im Zusammenhang mit dem Umzug von 400 Kollegen nach Mch-M, das ist ja eine Betriebsänderung, war gerade ein Interessenausgleich in Verhandlung, demzufolge „alle verbleibenden Mitarbeiter in Mch H im Falle einer zukünftigen Betriebsschließung bzw. Stilllegung des Betriebs Mch H betriebsorganisatorisch in den Betrieb Mch M eingegliedert werden“; es versteht sich von selbst, dass wir trotz dieser neuen Informationen (oder sogar jetzt erst recht) auf dieser Forderung bestehen werden, wir werden die Zusage der Leitung uns „stets fair und respektvoll zu behandeln“ sehr konkret einfordern! Nötigenfalls auch vor Gericht, sowohl kollektiv als auch jeder einzeln. Auch heftige Umzüge stehen den Kollegen ins Haus: BBA-Kollegen sollen nach Greifswald, MchM-Kollegen bei Radio Access sollen nach Ulm umziehen. Und die Fertigung in Durach wird per „management buyout“ ausgegliedert, betrifft ebenfalls rund 500 Leute. Ein Schelm wer sich nun Böses mit dem „Hiring Freeze“ denkt: Dieser verhindert nicht nur externe Einstellungen, sondern erschwert zumindest genauso auch interne Versetzungen erheblich, mittlerweile gibt’s kaum mehr freie Jobs in Deutschland. Die Wirkung ist, dass dadurch NSN-interne Fluchtwege für Kollegen, deren bisherige Aufgabe entfällt, verstopft werden. Warum aber gibt es bei uns kaum mehr freie Stellen, und warum wurde überhaupt weltweit die Zahl 9000 nicht erreicht? Die Antwort heißt „Offshoring“, Verlagerung von Arbeit in Niedriglohnländer wie China, Indien, Polen. Es fällt auf, dass (bei allem „hiring freeze“) in diesen Ländern der NSN-interne Stellenmarkt gut gefüllt ist, während der für Deutschland gegen Null tangiert. In Bangalore z.B. wird gerade ein neues Entwicklungszentrum aufgebaut! Prima, jetzt wissen wir auch warum es in Deutschland immer weniger Stellen gibt, und warum die Hofmannstraße geschlossen werden soll. Es ist eine never ending story: Ein weltweites Abbauziel wird vorgegeben, mit dieser Begründung wird in Hochlohnländern abgebaut, weil aber gleichzeitig in Niedriglohnländern aufgebaut wird, wird das Abbauziel in Summe nicht erreicht, deshalb muss weiter abgebaut werden, und das natürlich wieder in den Hochlohnländern - letzten Endes ist das kein weltweiter Stellenabbau, sondern primär eine fortgesetzte Stellenverlagerung in Niedriglohnländer. Das genau ist es, wofür die Kollegen in Mch-H alle ihre Jobs verlieren sollen! Wir nehmen die NSN-Leitung beim Wort, wir wollen fair behandelt werden!

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 11.November 2008 22:32
Der Betriebsrat Martinstraße sollte die Zuversetzung von Kollegen aus Mch H verweigern, bis eine Betriebsvereinbarung unter Dach und Fach ist, die aussagt, dass "Plattmachen" von Mch H nicht einfach so läuft ... fürchte viel mehr legale Druckpunkte gibt es nicht.

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 11.November 2008 23:20
Doch - natürlich gibt es Druckpunkte: Was nützen 8 %, wenn der ganze Arbeitsplatzlatz verschwinden soll? Also muß mans kombinieren: 8 % und Erhalt der Arbeitsplätze! Der Druck muß auf beide Forderungen ausgedehnt werden. Wobei die Perspektive selbstverständlich Vorrang hat. Das wird jeder "Arbeitgeber" "verstehen". Gruß Friederike

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 12.November 2008 00:48
Nachtrag: Mit "Verstehen" meine ich, daß eine Situation entstehen muß, in der der Arbeitgeber, lieber Zugeständnisse macht, als auf seinen Schließungs- und Entlassungsvorstellungen beharrt. Das hat viel mit Kampfbereitschaft, Zusammenschluß und Öffentlichkeitsarbeit zu tun. Vor allem aber immer wieder mit der Herausforderung der Logik der Kolleginnen und Kollegen, die sowieso die ganze Arbeit machen. Gruß Friederike

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 13.November 2008 16:38
Hallo, ich haette Hofmannstr schon vor 6 Jahren zugemacht. So wie die da gearbeitet haben zu einem Mondlohn ... mfg Gustav Gans

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 14.November 2008 01:00

Previously Anonymous wrote:

Hallo, ich haette Hofmannstr schon vor 6 Jahren zugemacht. So wie die da gearbeitet haben zu einem Mondlohn ... mfg Gustav Gans

Wenn ich das lese kommt mir (Entschuldigung) das Kotzen. Typen wie der "Gustav Gans" halten sich für das Größte, sind aber im Grunde nur überhebliche Popanze. Na ja, kenne genug von dieser Sorte. Die meisten haben ihr Fett immer noch abgekriegt und wenn es Jahre dauert, bis auch sie vom System ausgespuckt werden und dann das heulende Elend kriegen.

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 14.November 2008 14:10
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Hauptsache NSN hält Arbeitsplätze in Deutschland, ob diese nun in McH/H oder McH/M angeboten werden, ist doch egal. Betriebswirtschaftlich macht das Zusammenlegen Sinn: Weniger Reisezeiten, bessere Nutzung der Resourcen etc. Wer nicht nach McH/M umziehen will, kann sich ja freiwillig für die beE melden. Hauptzentrale ist in der Garmischer Straße, also nicht allzu weit von der Hoffmannstraße.

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 16.November 2008 09:29
Lieber "Anonymous" (oder DC?), wenn Du die ganze Aufregung nicht verstehst liegt das möglicherweise daran dass Du nicht genau genug hingesehen hast! Mal ganz abgesehen davon dass bei NSN dzt. keine beE läuft: Wenn es nur darum ginge, von MchH nach MchM umzuziehen, wären wir ja alle happy! Prima! Das ist in der Tat nicht das Problem. Vielmehr soll uns genau diese Option genommen werden, es geht dem Arbeitgeber auch nicht wirklich um die Schließung der Hofmannstraße, sondern darum gezielt 500 Kollegen ohne Sozialauswahl oder Freiwilligenaktion sondern per Fingerpointing auszuwählen und loszuwerden. Deshalb sollen von den 1200 heutigen Hofmannsträßlern die 700, die man behalten will, von den 500, die man loswerden will, separiert werden, damit sie nicht mit erschlagen werden, wenn man nachher über den 500 den Sargdeckel runterfallen lässt. Eine Chance, nach MchM umzuziehen (wie kürzlich noch ihre Perlacher Kollegen) sollen diese nicht bekommen. Dies, und nur dies, ist der Grund für die "ganze Aufregung"! BT

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 16.November 2008 09:32
Gibt es keine legalen Druckpunkte mehr, wenn der BR Mch-M der Zuversetzung schon zugestimmt hat? Doch! Um nur einen zu nennen: Eine solche Massenversetzung, die obendrein den Weg freimacht 500 Kollegen an der Sozialauswahl vorbei plattzumachen, ist eine Betriebsänderung, und solange der abgebende (MchH-) Betriebsrat dazu noch einen Interessenausgleich verhandelt, darf diese Betriebsänderung noch nicht umgesetzt werden! BT

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 16.November 2008 11:46

Previously Anonymous wrote:

Gibt es keine legalen Druckpunkte mehr, wenn der BR Mch-M der Zuversetzung schon zugestimmt hat? Doch! Um nur einen zu nennen: Eine solche Massenversetzung, die obendrein den Weg freimacht 500 Kollegen an der Sozialauswahl vorbei plattzumachen, ist eine Betriebsänderung, und solange der abgebende (MchH-) Betriebsrat dazu noch einen Interessenausgleich verhandelt, darf diese Betriebsänderung noch nicht umgesetzt werden! BT

Wunderbar, BT

Jetzt hast Du eine rechtliche Möglichkeit gefunden, die 500 KollegInnen, mitabzuwickeln!. So denkt ein Betriebsrat. Mehr ist ein Interessensaugleich auch nicht.

Sind nicht viel mehr die Fragen zu stellen: Was können wir alle tun, welche Aktionen können wir machen, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben?! Die Antworten wird man im Gesetzbuch nicht finden!

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 16.November 2008 12:09
DC Tipp an NSN Kollegen in McH/H: Bewirbt Euch doch auf freie Stellen von NSN, z.B. in der Martinsstraße. Damit kommt Ihr einer Abwicklung zuvor. Wer mit den Bewerben Schwierigkeiten hat, sollte einen Eintritt in die beE in Erwägung ziehen. Dort werden müde Siemens-Elefanten (z.B. überbezahlte ATs auf Sachbearbeiterjobs usw.) wieder für die Realität des Arbeitsmarktes fit gemacht. Freenet sucht zum Beispiel erfahrene Kommunikationsspezialisten für seine Call-Center, um Kunden bei Internetanschlüssen usw. zu beraten, ab 9 Euro die Stunde sind erfahrene ex Siemens Spezialisten herzlichst willkommen.

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 16.November 2008 19:24
@Anonymous "...Sind nicht viel mehr die Fragen zu stellen: Was können wir alle tun, welche Aktionen können wir machen, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben?!" Lieber Anonymous, wir brauchen keine Fragen, wir brauchen Antworten. Auch Deine und Deine Aktionen! Bis dann, INTR

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 16.November 2008 19:43
Wie lange wären denn die 500 in der St. Martin Str. sicher?

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 16.November 2008 20:28

Previously Anonymous wrote:

@Anonymous "...Sind nicht viel mehr die Fragen zu stellen: Was können wir alle tun, welche Aktionen können wir machen, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben?!" Lieber Anonymous, wir brauchen keine Fragen, wir brauchen Antworten. Auch Deine und Deine Aktionen! Bis dann, INTR

Schöne Wörte und kluge Verhandlungen nutzen nichts! Also, Griffel fallen lassen, Sand ins Getriebe werfen, wo es überhaupt noch geht. Nicht mehr richtig arbeiten. All die Sachen tun, die dem Arbeitgeber wehtun.

An die Betriebsräte: Keine Einzelberatung mehr. Nicht im Büro hocken. Andauerend draußen sein. Regelmässige Versammlungen durchführen, an denen Aktionen entworfen werden können ...

Wie wäre das für den Anfang?

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 17.November 2008 07:33
@Anonymous: Du hast geschrieben "Jetzt hast Du eine rechtliche Möglichkeit gefunden, die 500 KollegInnen mitabzuwickeln!" Fällt Dir eigentlich nicht auf, dass Du fast genau dieselben Worte wie die Betriebsleitung verwendest? Die versucht uns weiszumachen, wir würden damit den umzuziehenden Kollegen schaden wenn wir die anderen retten wollen, deshalb sollten wir doch lieber gleich aufgeben. Sie nimmt die 400 gewissermaßen in Geiselhaft. So ein kurzes Gedächtnis? Exakt dieselbe Argumentation gab es vor 5 Jahren bei den Kündigungsschutzprozessen, als gekündigte ältere und langjährige Kollegen sich wehrten und sich dabei auf die Sozialauswahl beriefen: Der Arbeitgeber versuchte dabei den Kollegen ein schlechtes Gewissen einzureden, weil sie durch ihr Verhalten provozieren würden, dass statt ihrer jüngere Kollegen gehen müssen. Und, mussten sie gehen? Nein! Das taktische Prinzip des Arbeitgebers ist uralt, es heißt "teile und herrsche". Im Klartext: Spiele die 400 Umzügler, die 350 IT'ler und die 500 "Diskontinuenten" gegeneinander aus. Ich habe den Eindruck Du bist gerade dabei auf diesen Trick hereinzufallen, oder täusche ich mich? Was tut der Arbeitgeber: Er will die per Fingerpointing ausgewählten 500, die er er plattmachen will, von den anderen 700 dzt. MchH-Mitarbeitern sauber trennen, um sie nachher leichter plattmachen zu können. Wenn wir als BR diesen ersten Schritt zulassen würden, würden wir uns damit vor vollendete Tatsachen stellen und unsere Verhandlungsgrundlage entziehen lassen, das wäre glatter Interessenverrat, das wäre eine grobe BR-Pflichtverletzung! Es ist ja wohl klar, dass wir nur mit friedlichem Verhandeln hinter verschlossenen Türen nicht hinkommen werden, aber das ändert nichts daran, dass wir AUCH verhandeln müssen (unterstützt von Aktionen die öffentlichen Druck aufbauen) und dass wir dabei alle juristischen Register ziehen müssen. Dazu gehört insbesondere, dass wir alle Aktionen des Arbeitgebers verhindern, mit denen die, die er plattmachen will, isoliert werden. Dadurch verliert noch kein anderer Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz, lasst Euch doch nicht verarschen! Wir müssen hier solidarisch zueinander stehen, denn was diesen 500 heute passiert, wird morgen den 350 IT'lern und übermorgen der Martinstraße begegnen, wenn der Arbeitgeber jetzt mit dieser neuen Personalabbaumethode durchkommt! BT

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 18.November 2008 10:29
... Jetzt geht es uns nicht nur bei SEN, sondern auch NSN an den Kragen ... DC meint: Übrigens nicht nur in McH/H, die Martinsstraße is irgendwann wohl auch mal dran (einschließlich des Inventars Heidi). Was mir auffällt ist, daß die NSNler sich wie die Lämmer an die Schlachtbank führen lassen. Da fehlt mir die INNOVATION (was ist aus der Innovationsinitiative der IGM geworden?), der Druck seitens der Arbeitnehmervertreter auf das Management. Statt die üblichen Interessenausgleiche zu verhandeln (beE usw. DC freut sich, denn das gibt Arbeit), vielleicht mal über Zukunftsperspektiven in Deutschland (statt in Indien, Brasilien, China) zu sprechen. GBR Mitglieder wie Heckmann sind OFKs, da sollen sie mal im Interesse der Belegschaft statt im Interesse des Arbeitgebers führen.

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 4.Dezember 2008 12:03
Vielleicht sollte BT mal die Seiten wechseln und sich beim NSN Management bewerben, als Consultant für innovative Personalmaßnahmen. Dann darf er möglicherweise auch nach McH/M umziehen. Wenn nämlich die Hoffmannstraße erst PLATT ist (der NSN Teil) benötigt man dort auch keine Betriebsräte mehr.

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 9.Januar 2009 23:23
Ein paar Ideen zum Widerstand: - Proteste müssen raus auf die Straße, nicht mehr nur im Betriebsgelände z.B. Mahnwachen mit Fackeln über Nacht vor dem Wittelsbacher Platz (schlussendlich hat Siemens ja doch noch die Hälfte der Anteile) - wenn wieder mal irgendwelche Politiker einen IT-Gipfel oder ähnliches machen, bei dem über fehlende Fachkräfte gejammert wird, sich kamerawirksam mit Transparenten präsentieren, in Mch H sind ja doch jetzt jede Menge Fachkräfte zu haben - internationale Vernetzung, in Finnland sind schließlich auch jede Menge Kollegen betroffen, der Frust ist bei den finnischen Kollegen über das Offshoring genauso groß wie bei uns (sehe hier leider nichts von Seiten der Gewerkschaft) - Mobbing-Tagebücher veröffentlichen (keine Anonymisierung handelnder Personen)

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 13.Januar 2009 15:26
Die Hoffmannstrasse (diesmal NSN) sucht wieder einen ENTSORGER. Creative beE Fans wie Dr. Bellmann oder DC koennen sich also wieder bewerben. Kein Scherz, die NSN PA will DC fuer erfolgreiches Outplacement ueberfluessiger Mitarbeiter der Hoffmannstrasse engagieren. Mich reizt es, das ehemals arrogante Hochhaus, vom dem OEN und COM Elefanten regierten ... und massiv schmierten ... mit zu Grabe tragen zu duerfen. Hoffentlich bewirbt sich mein Mentor Dr. B auch!

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 23.Januar 2009 16:09
Wer's noch nicht mitgekriegt hat: Am Dienstag (27.1.) demonstrieren wir um 9:00-10:00 vor der Siemens-Aktionärshauptversammlung, also vor der Olympiahalle, gegen den Kahlschlag von NSN in München. Es wird Zeit, Siemens (dem ja immer noch die Hälfte von NSN gehört) in die Verantwortung für das, was bei Töchterlein NSN geschieht, zu nehmen. Kommt alle hin, jetzt müssen wir Flagge & Stärke zeigen! Dazu auch folgender von der NCI-Homepage kopierter Text (Demo-Aufruf): Aufruf zur Demonstration gegen Kahlschlag bei NSN in München Wir nehmen Siemens in die Verantwortung für den Erhalt unserer Arbeitsplätze Am Dienstag 27.1.2009, von 9 bis 10 Uhr vor der Hauptversammlung der Siemens AG auf dem Coubertinplatz vor dem Südeingang der Olympiahalle Die Teilnehmer kommen aus verschiedenen Firmen: NSN (Mch-H / Mch-M), Siemens, SEN, Tieto, Gigaset. Die Teilnahme an der Demonstration ist Freizeit. Wichtig: Es wird eine Familien-Demo, bitte bringt Eure Lebensgefährten und Kinder, Freunde und Bekannte mit. Je zahlreicher wir sind, umso besser. Schließlich müssen Eure Familien die HartzIV-Suppe mit auslöffeln! Wogegen demonstrieren wir? Nokia Siemens Networks plant einen regelrechten Kahlschlag in München; dabei sollen 410 Hofmannstraßen-Mitarbeiter ihren Job vollständig verlieren, zahlreiche Kollegen nach Greifswald, Düsseldorf oder Ulm umziehen, und eine Abteilung zum Finanzinvestor Perusa ausgegliedert werden. Die 410 Kollegen hat der Arbeitgeber willkürlich ohne jegliche Sozialauswahl ausgesucht. Durch eine trickreiche Separierung sollen sie entweder freiwillig oder per Kündigung ihren Job verlieren. Die Firmenleitung hat dafür ein neues Unwort kreiert: "aktive Restrukturierung". Dass NSN-Chef Beresford-Wylie anlässlich der Schließung von Nokia Bochum die Schließung deutscher NSN-Betriebe ausgeschlossen hat, und dass wir unser "Soll" in Deutschland für den Abbau von 9000 NSN-Stellen längst schon erbracht haben, scheint dabei genauso wenig ein Hinderungsgrund zu sein wie die Gesetze, die Kündigungen ohne Sozialauswahl untersagen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, in dem wir alle etwas tun müssen, es geht um unsere Existenz! Wir müssen öffentlichkeitswirksam demonstrieren, dass wir zusammenstehen, dass wir uns nicht einfach still und leise abwickeln lassen, dass wir uns wehren und dabei richtig „Krach schlagen“ können! Warum alle kommen sollen? Weil wir um unsere Arbeitsplätze kämpfen! Wie sagte Barack Obama: "Weil wir die Hoffnung über Furcht gewählt haben". Warum demonstrieren wir gerade vor der Siemens-Hauptversammlung? Nokia Siemens Networks gehört zur Hälfte Siemens. Über alle Entscheidungen wacht ein „Board of Directors“ mit Vertretern der beiden Eigentümer Nokia und Siemens. Somit ist die Siemens-Hauptversammlung genau der richtige Ort, die NSN-Eigentümer in die Verantwortung zu nehmen! Engagiert Euch! Macht mit! Mit dieser Demo werden wir dem Arbeitgeber und der Öffentlichkeit demonstrieren, wie sehr wir bereit sind um unsere Arbeitsplätze zu kämpfen.

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 26.Januar 2009 18:34
Naja, 410 sind nicht 3000 wie bei Nokia Bochum. Das haut keinen Aktionaer vom Hocker. Aktive Restrukturierung finde ich (DC) eine tolle Bezeichnung, nobelpreisverdaechtig. Hoffmannstrasse war einst das korrupte Glanzsymbol der Telekommunikationssparte von Siemens. Vom Hochaus - von insidern auch spoettisch FELDHERRENHUEGEL in OBERSENDLING genannt - wurde geschmiert, bestochen, Steuern hinterzogen usw. Mit aktiver Restrukturierung schaffte es Siemens unter Federfuehrung von MB die Kopfzahlen successive herunterzudruecken ... von einst ueber 7000 auf jetzt gerade mal 400. Diesen Restschrott werden nun die Finnen entsorgen. Die Siemens Aktionaere interessiert NSN nicht mehr. Das TOP Management unter v. Pierer, Kleinfeld hat es geschafft, die Problemsparten - zu denen auch Infineon gehoert - geschickt zu ENTSORGEN. Deswegen ist der Siemens Aktienkurs einigermassen stabil ... meilenweit entfernt vom abgestuerzten Boersenstar Infineon ... und NSN waere an der Boerse nicht einmal ueberlebensfaehig. Wenn es HARTZ IV fuer Firmen gaebe, NSN Deutschland waere darunter.

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 28.Januar 2009 15:06
WUNDERBARER BT .. jetzt wollen sie ihn nicht einmal auf der Siemens Hauptversammlung: Keine Redezeit, erst am Abend wollte man ihn reden lassen ... mit anderen Worten: Vorstand, Aufsichtsrat und Aktionaere wollen NCI nicht. Sind froh, dass das McH/H Problem (zu viele unproduktive Mitarbeiter) beim Partner NOKIA liegt. Und die Finnen haben wohl den schwarzen Peter an des deutsche NSN Management weitergeschoben. Hier ist die IGM gefragt. Mit ihren Aufsichtsratsmitgliedern haette sie schon fuer Redezeit in der PRIME TIME sorgen koennen ... nur wollte die IGM eben nicht.

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 31.Januar 2009 23:54
Es wäre besser gewesen statt im Katzeneck zu demonstrieren, sich zum Beispiel 100 Eintrittskarten zu besorgen, Trillerpfeifen mitzunehmen und die HV zu sprengen. Ich denke man darf jetzt keine kleinlichen Bedenken mehr haben, dass solche Aktionen nicht 100% durch das Demonstrationsrecht gedeckt sind. Wie wärs mit einer Sitzblockade vor den Eingängen des Wittelsbacher Platzes? Medienecho garantiert!

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 5.Februar 2009 05:57
Noch besser währe es wenn der Betriebsrat endlich in die Gänge kommen würde und die Konditionen für Abfindungen/Bee und Ringtausch aushandelt. In Mch M gibt es genug Leute die lieber heute als morgen ihren Abschied nehmen würden. Stellen die von Kollegen aus der Hoffmanstrasse besetzt werden könnten.

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 5.Februar 2009 16:11
Previously Anonymous wrote: Noch besser wäre es wenn der Betriebsrat endlich in die Gänge kommen würde und die Konditionen für Abfindungen/beE und Ringtausch aushandelt. Gute Neuigkeit: Der Betriebsrat IST in die Gänge gekommen, längst schon. Wir verhandeln bereits sehr konkret (mittlerweile auch schon über Euros und Cents etc.), und wir verhandeln ergebnisorientiert (soll heißen: wir sind erst dann damit fertig wenn ein akzeptables Ergebnis erzielt wurde, und nicht wenn ein bestimmtes Datum erreicht ist). Ergebnis geht vor Eile, das hat nichts damit zu tun dass wir Schlafmützen wären, sondern dass es nunmal zäh ist, das durchzusetzen was uns wichtig ist. Da lassen wir uns nicht unter Zeitdruck setzen, gute Verhandlungsergebnisse sind uns wichtiger. bt

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 5.Februar 2009 19:32

Previously Anonymous wrote:

BT: Gute Neuigkeit: Der Betriebsrat IST in die Gänge gekommen, längst schon.Wir verhandeln bereits sehr konkret (mittlerweile auch schon über Euros und Cents etc.), bt

GRATULATION BT ... jetzt verkauft selbst der NCI Betriebsrat Arbeitsplaetze. Es geht also nur noch um Euros und Cent ... statt Arbeitsplaetze zu retten. Es sollte auch um Arbeitsplaetze bei NSN insgesamt gehen ...und das Vermeiden von Offshoring. Zieht wohl die Aufsichtsratsverwoehnte IGM nicht mit ... denn sie koennte NSN und Nokia schon einen Publicity Gau ankuendigen.

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 5.Februar 2009 20:58

Previously Anonymous wrote:

Previously Anonymous wrote:

BT: Gute Neuigkeit: Der Betriebsrat IST in die Gänge gekommen, längst schon.Wir verhandeln bereits sehr konkret (mittlerweile auch schon über Euros und Cents etc.), bt

GRATULATION BT ... jetzt verkauft selbst der NCI Betriebsrat Arbeitsplaetze. Es geht also nur noch um Euros und Cent ... statt Arbeitsplaetze zu retten. Es sollte auch um Arbeitsplaetze bei NSN insgesamt gehen ...und das Vermeiden von Offshoring. Zieht wohl die Aufsichtsratsverwoehnte IGM nicht mit ... denn sie koennte NSN und Nokia schon einen Publicity Gau ankuendigen.

Wer lesen kann ist im Vorteil :))) "auch schon ..." und nicht "nur noch ..."

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 6.Februar 2009 06:26

Previously Anonymous wrote:

Previously Anonymous wrote:

BT: Gute Neuigkeit: Der Betriebsrat IST in die Gänge gekommen, längst schon.Wir verhandeln bereits sehr konkret (mittlerweile auch schon über Euros und Cents etc.), bt

GRATULATION BT ... jetzt verkauft selbst der NCI Betriebsrat Arbeitsplaetze. Es geht also nur noch um Euros und Cent ... statt Arbeitsplaetze zu retten. Es sollte auch um Arbeitsplaetze bei NSN insgesamt gehen ...und das Vermeiden von Offshoring. Zieht wohl die Aufsichtsratsverwoehnte IGM nicht mit ... denn sie koennte NSN und Nokia schon einen Publicity Gau ankuendigen.

Man muss das ganze auch realistisch sehen. Mch H zu schließen ist eine unternehmerische Entscheidung. Die Arbeitsplätze sollen nach Indien, China, usw. Ändern kann der BR daran nichts, auch nicht mit externen Beratern. Es kann nur noch darum gehen für die Mitarbeiter das beste herauszuholen. Für Kollegen die auf den Arbeitsplatz bei NSN angewiesen sind, Vermittlung auf freie bzw. freiwerdende Stellen in den verbleibenden NSN Standorten. Schnelle Lösung für die die gehen wollen weil sie einen Arbeitsplatz in Aussicht haben oder bessre Möglichkeiten außerhalb von NSN sehen.

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 6.Februar 2009 07:27

Previously Anonymous wrote: GRATULATION BT ... jetzt verkauft selbst der NCI Betriebsrat Arbeitsplaetze. Es geht also nur noch um Euros und Cent ... statt Arbeitsplaetze zu retten. Es sollte auch um Arbeitsplaetze bei NSN insgesamt gehen ...und das Vermeiden von Offshoring. Zieht wohl die Aufsichtsratsverwoehnte IGM nicht mit ... denn sie koennte NSN und Nokia schon einen Publicity Gau ankuendigen.

**************

Ganz ehrlich: So langsam werde ich knatschnig. 


Wenn ein BR möglichst hohe Abfindungen für die, die sie annehmen können, heraushandelt, ist das kein "Verkauf von Arbeitsplätzen" sondern schlicht unser Job, und es gibt viele Kollegen (einer davon hat sich ja hier gerade darüber beschwert, dass wir ihm das viel zu langsam machen würden) die darauf großen Wert legen!
"Nur" um Euros und Cents geht es nicht, wir verhandeln auch über viele andere Dinge wie z.B. Ringtäusche; wie ein anderer Anonymous schon richtig feststellte, ich schrieb "auch" und nicht "nur".

Wer nun aber glaubt, der BR allein habe das Machtmittel, ein Offshoring zu verhindern, der irrt sich; selbstverständlich versuchen wir auch dies und reden auch darüber, aber das ist ehrlich gesagt nur ein netter Versuch. Völlig daneben aber ist die frohe Hoffnung, eine Gewerkschaft könne mit einem "publicity GAU" das Problem für uns lösen. Kann sie nicht, wie denn? Leute, wisst Ihr eigentlich was Publicity ist?


Publicity ist, wenn bei 900 Betroffenen in München (beE-Aspiranten plus Umzügler) 900 zu einer Demo zur Siemens-HV kommen und auch noch ihre Familien mitbringen, nur um mal ein Beispiel zu bringen. Und ein paar solidarische (noch) nicht-betroffene Kollegen wären auch nicht schlecht. Wieviele kamen? Gerade mal so 300. 


DAS nenne ich einen "publicity GAU", nur leider im umgekehrten Sinne. 

Das Offshoring-Programm einfach kippen könnten wir tatsächlich nur über entsprechende Öffentlichkeit, das kann uns aber weder der BR noch die IGM abnehmen, da müsste mal ausnahmsweise jeder Betroffene selbst seinen Hintern hochkriegen und z.B. zur Olympiahalle bewegen. Genau das hat die Belegschaft aber größtenteils nicht geschafft - und damit selbst eine Chance vertan. Die unbequeme Frage "und was tue ICH SELBER um meinen eigenen Job zu retten" haben rund 600 Kollegen mit "nichts" beantwortet - und warten weiter darauf ab, dass der BR für sie alle Probleme löst.

Das Thema "Offshoring", und auch die Betriebsschließung der Hofmannstraße werden wir auf diese Weise nicht mehr verhindern können. Wir hätten sie vielleicht mit einem publicity GAU verhindern können, da hätten aber alle mitmachen müssen, und das haben sie nicht. Jetzt können wir nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Dabei müssen wir beachten, dass es innerhalb der Belegschaft viele Interessengruppen gibt, und wir müssen uns um die Interessen ALLER kümmern. Da gehören die IS-Kollegen dazu, von denen die meisten in der gegenwärtigen Situation tatsächlich zu PERUSA wechseln wollen (zu möglichst guten Konditionen), die es uns übel nehmen würden wenn wir ihnen diesen Fluchtweg (weg aus Mch-H) blockieren würden. Da gehören die Kollegen dazu,
die sich keinen Illusionen bezüglich ihrer Zukunft bei NSN mehr hingeben und von uns nun erwarten, dass wir eine möglichst lange beE-Laufzeit und möglichst hohe Abfindungen für sie heraushandeln. Da gehören die Kollegen dazu, die nach Düsseldorf oder Greifswald umziehen sollen und dies auch wollen aber zu guten Konditionen, und vor allem gehören auch die Umzugs-Verweigerer dazu, bei denen es wiederum zwei Personengruppen gibt: Diejenigen die weder nach Greifswald noch in die beE wollen, und die die nicht umziehen wollen aber gerne ein beE-Angebot hätten (und auch das muss der BR erstmal durchsetzen, insbes. auch für die AT's). Und natürlich gehören die dazu, die in die beE sollen aber definitiv nicht wollen, und die am Ende des Tages nicht gekündigt sondern bei NSN (z.B. in Mch-M) weiterbeschäftigt werden wollen.


Und es würde mich nicht wundern, wenn ich auf die Schnelle noch eine Gruppe vergessen hätte. Um die Interessen ALL dieser Kollegen kämpfen und verhandeln wir nun - und ja, Trennungsangebote so attraktiv zu gestalten dass sie möglichst viele Kollegen wirklich annehmen können, und für den verbleibenden "Rest" Wege einer Weiterbeschäftigung zu finden statt auf Kündigungen zuzusteuern, das sind dabei Kernelemente. Der Betriebsrat verkauft damit keine Arbeitsplätze, was soll diese Polemik! Der Verfasser dieser Zeilen fühle sich bitte ermuntert, sich doch mal SELBST um Öffentlichkeitsarbeit gegen Offshoring zu engagieren, wieviele Politiker z.B. hast Du dazu schon mobilisiert, wieviele Pressekontakte geknüpft, welche Aktionen mit Kollegen zusammen organisiert? Spätestens wenn der BR fertig verhandelt hat, eine gewisse Anzahl von Kollegen die Trennungsangebote angenommen hat, und der "Kassensturz" der Leitung nachher zeigt, dass z.B. "nur" die Hälfte gegangen ist, mithin aus Leitungs-Sicht noch zu viele übrig sind um auf Kündigungen zu verzichten,
spätestens dann werden wir alle, und diesmal wirklich alle (!), unseren Hintern hoch kriegen müssen, um mit einem publicity GAU Massenentlassungen den Kampf anzusagen.

Wenn Ihr den BR und ein paar hardcore-NCI'ler und -Gewerkschafter dann wieder alleine demonstrieren lasst, ist endgültig Feierabend!

BT

Re: NSN-Betrieb München-Hofmannstraße wird plattgemacht!

Abgeschickt von Anonymous User am 8.Februar 2009 00:43
Stimme mit BT voll überein! Ich kann noch hinzufügen, wer glaubt, dass der BR schlecht verhandelt hat zwei Möglichkeiten: - seine Vorschläge und die Umsetzungsweise sofort dem BR zu unterbreiten - versuchen direkt mit der Betriebsleitung für sich was besseres 'rauszuschlagen (INTR)
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